Themenworkshops zu studienspezifischen Themen

Es werden im Mai und Juni verschiedenste Themenworkshops stattfinden.

In den Themenworkshops geht es darum, dass sich Studierende trotz Distance-Learning vernetzen und kennenlernen können und auch studienrelevante Fragen beantwortet werden.   Wir wollen einander kennenlernen, eine nette Gruppenatmosphäre schaffen und gegen die Corona Einsamkeit vorgehen, dazu kommt noch die Vermittlung von studienspezifischen Inhalten und die Klärung von Fragen, die ihr zu bestimmten Themen habt.

Dafür haben wir ein tolles Team an Tutor:innen, die euch durch diese Workshops begleiten und sich der Erklärung verschiedenster Themen widmen werden.  

Zu folgenden Themen und Terminen werden die Workshops stattfinden:  

ERASMUS: am 16.05.2021 ab 15:30 Uhr, für Bachelor und Master  

Beihilfen und Stipendien: am 20.05.2021 ab 18:30 Uhr, für Bachelor und Master  

Studium planen, Tipps und Tricks: am 23.05.2021 ab 16:30 Uhr, für Bachelor und Master

Schwerpunkte und Forschungspraktikum: am 25.05.2021 ab 18:00 Uhr, für Bachelor  

Studium planen, Tipps und Tricks: am 02.06.2021 ab 19:00 Uhr, für Bachelor  

Die Workshops werden über ZOOM unter folgendem Link stattfinden:  

https://us02web.zoom.us/j/3938245547…

Meeting-ID: 393 824 5547

Kenncode: igbiwi  

Dieser Link funktioniert für alle Workshops!  

Falls mit dem ZOOM Link etwas nicht klappen sollte, dann schaut bitte in dieses Dokument, in dem wir euch im Falle eines technischen Fehlers einen alternativen Link zur Verfügung stellen können: https://docs.google.com/…/1utPtYa6vOlJrwSagBpGJ…/edit…  

Die Teilnahme an den Workshops ist natürlich kostenlos und ihr könnt an so vielen Workshops teilnehmen, wie ihr gerne möchtet.  

Wir bitten nur darum, kurz eine E-Mail an ig.biwi@univie.ac.at zu senden mit der Info, zu welchen Workshops ihr kommen möchtet. So haben wir einen guten Überblick wie viele Teilnehmer:innen sich für welchen Workshop interessieren.  

Plant euch für die Workshops bitte etwa 90 Minuten ein, abhängig von Teilnehmer:innenzahl und Diskussionspunkten kann das Ganze natürlich auch kürzer ausfallen, wir bieten diese Workshops zum ersten Mal an und sind daher selber noch dabei, alle Feinheiten herauszufinden!

Darum freuen wir uns auch riesig über Feedback nach den Workshops an die Tutor:innen oder auch direkt via Mail an ig.biwi@univie.ac.at

Was tut eigentlich die IG BiWi?

Was tut eigentlich deine Studienvertretung so das liebe lange Semester? Wozu braucht es das überhaupt?

Wir haben für euch einmal ausgerechnet, was die IG BiWi eigentlich so im Wintersemester 2020 getrieben hat (Wir haben auch die Sommerferien dazu genommen, in denen wir zwar etwas weniger aktiv sind, aber trotzdem auch immer erreichbar zu sein versuchen, die Zahlen beziehen sich auf den Zeitraum von Juli 2020 bis Februar 2021)


In diesem Zeitraum haben wir in der Studienvertretung 537 Mails geschrieben, 36 Facebook und 20 Instagram Anfragen beantwortet. Vor allem in unseren Mails beantworten wir viele Fragen zum Studium, gehen auf Probleme von Studierenden ein, leiten euch an die korrekten Stellen weiter, die euch bei euren Problemen behilflich sein können, schlichten Konflikte, kommunizieren mit anderen Studienvertretungen über gemeinsame Projekte oder organisieren für euch Workshops und Veranstaltungen. Wenn wir E-Mails bekommen mit wichtigen Informationen für euch, dann posten wir diese auch immer auf Facebook, Instagram und auf unserem Blog.

Das vergangene Semester haben wir euch 26 Veranstaltungen, Weiterbildungen und Workshops und 3 Jobausschreibungen weitergeleitet. Wir wollen sehr gerne daran arbeiten, euch noch viel mehr Jobausschreibungen zukommen zu lassen und sammeln auch bereits seit einiger Zeit Seiten, auf denen Jobs für BiWi Studierende ausgeschrieben sind, um diese dann auf unserem Blog zu veröffentlichen.


Beiträge posten, E-Mails beantworten, auf Fragen eingehen, das tun wir immer alles während unseren Journaldienste. Von denen gab es im vergangen Semester insgesamt 64 Stunden. Welche Veranstaltungen wir teilen wollen oder selber organisieren, welche Projekte wir fördern, welche Fragen von Studierenden wir alle gemeinsam besprechen müssen, all diese Dinge und noch viel mehr klären wir in unserem Plenum, von dem es letztes Semester 34 Stunden gegeben hat. Größere Projekte, an denen sich nicht unbedingt alle beteiligen möchten, werden dann in sog. Arbeitsgruppen erledigt. Die Arbeitsgruppe zur UG Novelle zum Beispiel hat letztes Semester über 30 Stunden in Anspruch genommen, in denen wir Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit, den offenen Brief, Aussendungen und auch Demobesuche getätigt und organisiert haben.


Die IGBiWi vertritt euch auch in verschiedenen Konferenzen und Kommissionen. Wir haben über 25 Stunden in Konferenzen und Kommissionen teilgenommen. Darunter gehört die Fakultätskonferenz und die Studienkonferenz. In der Fakultätskonferenz sind Studierende, Personen aus dem Mittelbau und Lehrende aus den Studienrichtungen der Psychologie, Philosophie, Lehramt Psychologie, Philosophie und Bildungswissenschaft. In der Studienkonferenz wird die Lehrplanung für die kommenden 2 Semester besprochen.


Wir haben es auch zu unserer Aufgabe gemacht, euch interessante Veranstaltungen zu verschiedenen Themen anzubieten. Wir haben letztes Semester 5 Veranstaltungen organisiert. Darunter gehört das Seminarwochenende, die Bücherbörse im Herbst und die semsterübergreifenden Workshops von queer_topia* und ZARA Zivilcourage.
Seit dem Wintersemester 2020 haben wir einen eigenen Discord Server auf dem die wöchentlichen Plena und Journaldienste stattfinden. Er soll für Studierende auch eine Plattform für sowohl privaten als auch unitechnischen Austausch sein.
Wir haben in diesem Zeitraum auch 6 Projekte gefördert, zum Beispiel:

Raritätenprogramm: Eine 10-köpfige Gruppe, die schaustellerisch auf die jetzige prekäre Lage von Künstler:innen aufmerksam macht.

Studieren Ohne Grenzen: Dieses Projekt unterstützen wir schon seit einigen Jahren. Hier wird ein Stipendienprogramm in Kolumbien umgesetzt, bereits seit Februar 2018 können somit an bedürftige Schulabsolvent:innen, die sich mit einem gemeinnützigen Projekt bei Studieren ohne Grenzen bewerben, ein Stipendium erhalten. Der Verein hat auch zum Ziel, die dortige Bildungsinfrastruktur für Student:innen zu verbessern, wie beispielsweise die Universitätsbibliotheken mit dringend benötigten Büchern auszustatten.


Am Anfang des Wintersemesters 2020 hatten wir das Glück und konnten noch gemeinsam auf Seminarwochenende fahren. Wir haben 7 neue Leute bei der IGBiWi begrüßt. Wir haben 55 Stunden gemeinsam an neuen Konzepten und Ideen für die kommenden Semester gearbeitet. Gemeinsam haben wir uns auf die kommende ÖH Wahl vorbeireitet um euch wieder für die nächste Periode bestmöglichst zu vertreten.


Dies alles haben wir letztes Semester geschafft, doch unsere Handlungsmöglichkeiten sind noch viel größer, wenn wir an unsere Kapazitäten stoßen, dann sind dies nämlich die zeitlichen Kapazitäten, die uns aufhalten. Je mehr Menschen sich an der IGBiWi beteiligen, um so mehr können wir gemeinsam bewegen und organisieren. Wir sind eine offene, basisdemokratische Gruppe, die sich ganz klar an unseren Grundsätzen entlang in ihrer Arbeit orientiert.

Unsere Grundsätze sind handlungsleitend für uns, diese kannst du hier nachlesen: https://igbiwi.wordpress.com/grundsaetze/

Wenn du dich mit unseren Grundsätzen identifizieren kannst und Lust hast, Studienvertretungsarbeit zu machen, dann freuen wir uns, wenn du dich bei der IGBiWi einbringen möchtest! Du kannst einfach zu unserem nächsten Plenum vorbei kommen, das findet am Mittwoch, 14.04. um 18:30 Uhr auf Discord statt. Wie du dich im Discord Server anmelden kannst und wo du uns dann findest, siehst du hier: https://igbiwi.wordpress.com/die-ig-biwi/254-2/


Wir freuen uns auf euch!


Eure IGBiWi

Die IG Bildungswissenschaft organisiert für euch einen gratis Zivilcourage Workshop mit dem Verein „ZARA – Zivilcourage“. Jetzt anmelden und Plätze sichern!
Schreibt uns einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Zivilcourage Workshop“ an ig.biwi@univie.ac.at

Wann? Am 15.04. von 17:00 Uhr – 21:00 Uhr via ZOOM.

Bedrohung, Mobbing und Diskriminierung sind Alltagserscheinungen. Doch kaum eine*r schaut hin oder greift
ein – oft bleibt es nur bei guten Absichten. Wie kann ich helfen, wenn jemand angegriffen wird, ohne mich
selbst in Gefahr zu bringen? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten die TeilnehmerInnen des ZARAWorkshops „Zivilcourage” – dieses Training beschäftigt sich mit den konkreten Möglichkeiten des*der
Einzelnen, an der Arbeitsstelle oder in der Öffentlichkeit in „unangenehmen“ Situationen einzugreifen. Denn
sich mutig für andere einzusetzen und zivilcouragiert zu handeln, lässt sich trainieren! Basierend auf den
individuellen Erfahrungen der Teilnehmer*innen widmet sich der Workshop folgenden Themen:
• Was ist Zivilcourage?
• Was ist Gewalt – welche Arten gibt es?
• Wie begegne ich Angriffen, Ohnmacht, Aggression oder z.B. der Situation Einer gegen Alle?
• Was kann ich wann tun?
• Wo sind meine Grenzen?

ZIELE
Die Teilnehmer*innen erweitern ihren ganz persönlichen Handlungsspielraum, indem sie
• lernen, was zivilcouragiertes Handeln ausmacht
• eigene Grenzen und Möglichkeiten ausloten
• körperliche wie verbale Selbstbehauptung trainieren
• wirkungsvolle Antworten und kreative Gegenstrategien im Umgang mit diskriminierenden und
rassistischen Situationen und Äußerungen entwickeln.

Wir fordern Bleiberecht!

Liebe Studierende!


Auch wir sind entsetzt über die Abschiebungen der Familien in Wien vorgestern Abend/gestern Früh, die in Österreich so lange ihren Lebensmittelpunkt hatten. Kindern, die hier geboren wurden, hier in die Schule gegangen sind, alle ihre Freund:innen, ihr soziales Umfeld hier hatten müssen dies alles jetzt zurücklassen, um in ein Land gebracht zu werden, das ihre „Heimat“ sein soll?

Dies passiert schon seit Jahren in Österreich, die mediale Präsenz der letzten Ereignisse zeigt aber ganz klar: SO SIND WIR NICHT!


Auch wir wollen die Ereignisse nicht unkommentiert lassen und bitten euch: Redet darüber, wehrt euch, teilt die Informationen, unterzeichnet die Petition von SOS Mitmensch für das Bleiberecht hier geborener Kinder, bleibt nicht untätig im Angesicht von menschenverachtender Politik. Gesetze sind keine moralischen Parameter, wenn die Legalität Dinge erlaubt, die derart absurd und menschenfeindlich sind, dann müssen sie geändert werden!


https://sosmitmensch.at/hiergeboren

Offener Brief zur UG Novelle

Gemeinsam mit der Studierendenvertretung der Sprachwissenschaft haben wir einen offenen Brief an den Bildungsminister verfasst. Darin positionieren wir uns zur neuen UG Novelle, dem Kontext, in dem sie entsteht und den Zielen, die sie vorgibt, erfüllen zu können. Den Brieftext findet ihr hier, es wird auch noch eine Stellungnahme von uns auf der Seite des Parlaments veröffentlicht.

Offener Brief zur UG Novelle 
An Herrn Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann                                                              
Minister für Bildung, Wissenschaft und Forschung                                              
Minoritenplatz 5
1010 Wien
                                                                                                                                
Sehr geehrter Herr Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, wir, die Studierendenvertretung der Bildungswissenschaft und die Studierendenvertretung der Sprachwissenschaft, möchten Ihnen unsere Frustration über die geplante Universitätsgesetznovelle mitteilen. Sowohl der Weg zur Novelle als auch die Ziele und Maßnahmen in der Novelle sind aus unserer Sicht problematisch!

Wir sehen zwar ebenfalls den Bedarf, dass das Universitätsgesetz aus 2002 überarbeitet wird, jedoch empfinden wir das Fortschreiten einer so umfangreichen Novelle des Universitätsgesetzes mitten in einer Pandemie als dreist. Das Studieren an den Universitäten ist durch zahlreiche Faktoren bereits erheblich erschwert (z.B. verschobene/abgesagte Prüfungstermine; veränderte Prüfungsmodalitäten; fehlende soziale Kontakte/Austausch; erschwertes/Home Learning). Zusätzlich befinden sich viele Studierende nun in noch prekäreren Lagen als vor der Pandemie (z.B. Wegfall von Studierendenjobs; Betreuungspflichten durch geschlossene Kindergärten und Schulen). Hinzu kommt, dass die Begutachtung direkt in die Zeit um Weihnachten und Neujahr, sowie in mittlerweile zwei harte Lockdowns fällt, in denen Studierende neben dem Wahrnehmen familiärer Verpflichtungen sich parallel auf den kommenden Abschluss des Semesters mit Prüfungen und Abgaben vorbereiten müssen, während sie sich an die wechselnden Maßnahmen halten müssen.
Dies erschwert nicht nur den Informationsaustausch über die Novelle zwischen den Studierenden selbst, sondern auch mit der restlichen Zivilbevölkerung, deren Aufmerksamkeit verständlicher Weise vor allem auf die Pandemie und den damit einhergehenden direkten Auswirkungen auf ihr eigenes Leben gerichtet ist. Demonstrationen sind traditionell eine Möglichkeit für Studierende, sich an dem Prozess der Gesetzeserarbeitung zu beteiligen und ein äußerst wichtiges Medium, um Protest auszudrücken. Unter den gegebenen Umständen ist gerade dies zusätzlich erschwert. Beispielhaft ist zu nennen, dass Angehörige oder Personen aus Risikogruppen nicht vor Ort teilnehmen können, ohne Angehörige oder sich selbst zu gefährden.Es gibt keinen zeitlichen Druck hinter der UG-Novelle, somit wäre eine Verschiebung auf nach der Pandemie eine reale Möglichkeit, die von Ihnen und Ihrer Regierung jedoch trotz mehrmaligen Ansuchen[1] bisher nicht wahrgenommen wurde.

Ein weiterer Kritikpunkt an der Herangehensweise dieser Novelle ist die von Ihnen und Ihrem Bildungsministerium in Auftrag gegebene Studie zur Effizienzsteigerung von Studierenden, durchgeführt von dem Rechtswissenschaftler Univ.-Prof. Dr. Klaus Poier. Die Originalstudie wurde nicht veröffentlicht. Diese Intransparenz hindert eine fundierte, fachliche Diskussion und deutet wie die bisherigen Kritikpunkte auf die Bestrebung eines exkludierendes Über-den-Kopf-hinweg-entscheiden hin. Außerdem erscheint aus unserer Sicht der rechtswissenschaftliche Vergleich zwar ein interessanter Impuls, der jedoch alleinstehend nicht ausreicht, um in weiterer Folge Maßnahmen abzuleiten. Als (Bildungs-)Wissenschaftler:innen sehen wir den Bedarf einer bildungswissenschaftlich fundierten Studie, die sich mit der Lebensrealität von Studierenden auseinandersetzt, in einem weiteren Schritt Maßnahmen erarbeitet die schließlich in juristische Formulierungen abgeleitet werden.

Zu Ihren Zielen der Novelle, die sich wohl an den Ergebnissen der rechtswissenschaftlichen Studie orientieren, zählen unter anderem die Steigerung der prüfungsaktiven Studien, die Verkürzung der Studiendauer von Bachelor- und Diplomstudien, die Senkung der drop-out-Raten von Bachelor- und Diplomstudien[2] und als wichtigstes Ziel wird die Weiterentwicklung eines lebensnahen Studienrechts genannt[3].

Prüfungsaktiv sind jene Studierende, die es schaffen, pro Studienjahr 16 ECTS nachzuweisen. Mehr Prüfungsaktivität liegt auch im Interesse der Universität, da sie eine der zentralen Kennzahlen der Universitätsfinanzierung darstellt.      
Der Gedanke, dass durch die Einführung einer Mindeststudienleistung mehr Studierende prüfungsaktiv sein werden, wirkt jedoch nicht ausgereift. Jene Studierende, denen es nicht gelingt, die Mindeststudienleistung zu erfüllen, sollen nicht nur exmatrikuliert, sondern auch 10 Jahre von diesem Studiengang gesperrt werden. Sie haben demnach auch 10 Jahre lang nicht mehr die Gelegenheit, prüfungsaktiv zu werden.      
Durch den erhöhten Druck auf Studierende, die Mindeststudienleistung zu erfüllen, kann sich die Drop Out Rate aus unserer Sicht nur vervielfachen. Zu sagen, es handle sich lediglich um die Erfüllung von 24 ECTS in 2 Jahren ist bei Betrachtung der Lebensrealität der Studierenden kein stichhaltiges Argument. 65 % der Studierenden an österreichischen Universitäten sind berufstätig, mit einem Durchschnitt von 20,5 Stunden pro Woche[4]. Hierbei sind noch nicht jene inkludiert, die Betreuungspflichten, Pflege von Angehörigen oder etwaigen anderen Lebensumständen ebenso verschrieben sind.      
Betrachtet man dies in Kombination mit einer weiteren geplanten Maßnahme, der Reduzierung von Prüfungsterminen, werden Fragen über die Zielerreichung aufgeworfen.Von bisher vorgeschriebenen 3 Prüfungsterminen pro Semester soll es künftig nur noch 2 geben. Wenn es weniger Möglichkeiten gibt, die Prüfungsaktivität zu erfüllen, kann dies wohl nicht zu ihrer Steigerung beitragen. Rätselhaft ist die Idee, dass so eine Verkürzung der Studiendauer ermöglicht wird.       
Weiters zu denken, dass weniger Prüfungstermine mit einer größeren Vereinbarkeit mit der Lebensrealität von Studierenden einhergeht, ist schlichtweg nicht nachvollziehbar. Das Aufeinandertreffen von Prüfungsterminen mit etwaigen Dienst- und Betreuungszeiten ist unvermeidbar. Wenig Menschen haben das Privileg zu sagen: „Heute möchte ich nicht arbeiten, ich verschieben meinen Dienst!“, „Heute wird mein Kind nicht krank zu Hause bleiben, ich habe eine Prüfung!“ oder „Heute passt es mir nicht, dass meine Mutter dement ist, ich habe 3 ECTS die auf mich warten.“ Weniger Prüfungstermine bedeutet ganz einfach, weniger Chancen einzuräumen, prüfungsaktiv und im Rahmen einer Mindeststudienleistung zu bleiben.

Wünschenswert wäre es aus unserer Sicht, würde die Novelle Studieren vereinfachen, nicht erschweren, da Hochschul- bzw. Universitäre Bildung sowohl für Individuen als auch die Gesellschaft, damit auch für die Wirtschaft, viele positive Effekte hat.[5] Leider können wir in diesem Rahmen weder die gesamte Bandbreite an bisherigen (bildungs-)wissenschaftlichen Ergebnissen darstellen, die gegen die von Ihnen vorgeschlagenen Maßnahmen sprechen, noch reicht unseres Wissens nach die bisherige Datenlage aus, um endgültige Gegenvorschläge zu bringen. Daher bitten wir Sie wie so viele, die Novelle auf nach der Pandemie zu verschieben. Auf diese Weise kann die Diskussion bezüglich der Verbesserung des Hochschulwesens sinnvoll fortgeführt werden. Einerseits können Sie und wir das gerne im Rahmen eines Gesprächs, wie es auch die AG Jus tat, besprechen. Andererseits wäre es dringend notwendig, dass eine Studie durchgeführt wird, die sich tatsächlich mit den Lebensrealitäten der Studierenden in Österreich auseinandersetzt.

Mit freundlichen Grüßen      
Studierendenvertretung Bildungswissenschaft
Studierendenvertretung Sprachwissenschaft

[1]https://www.derstandard.at/story/2000121943835/mindeststudienleistung-24-ects-punkte-binnen-zwei-jahren-verpflichtend [Stand 20.12.2020]
[2] https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/ME/ME_00079/index.shtml
[3] https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/ME/ME_00079/imfname_852539.pdf
[4] Unger, M. et al. (2019). Studierenden-Sozialerhebung 2019. Kernbericht. Wien: Institut für Höhere Studien.d
[5] Janger, J. et al. (2017). Wirtschaftliche und gesellschaftliche Effekte von Universitäten. Wien: Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung.
Jongbloed, J. & Pullman, A. (2016). Well-being in the Welfare State: the redistributive capacity of education. European Journal of Education, 51, 564-586.
Senior, R. et al. (2018). The rules of engagement. Student engagement and motivation to improve the quality of undergraduate learning. frontiers in Education, 3(32), 1-9. 

#evacuatemorianow – Wohin kannst du spenden?

Die Situation von Geflüchteten in den Flüchtlingslagern Europas spitzt sich immer weiter zu. Undichte Zelte, eisige Temperaturen, verschimmeltes Essen und Rattenbisse an Kindern als der häufigste Grund für die Notwendigkeit medizinischer Versorgung. Was kann Mensch tun, um zu helfen? Heute feiern viele Menschen in Österreich Weihnachten. Ein Fest der Besinnlichkeit, der Nächstenliebe, der Beherbergung. Setze ein Zeichen heute und schenke nicht nur deinen Nächsten, sondern denen, die es am Notwendigsten brauchen. Hier findest du Organisationen, die wichtige Arbeit leisten und bei denen deine Spende gut aufgehoben ist.

https://space-eye.org/

https://dirtygirlsoflesvos.com/

https://seebruecke.org/

https://www.attikahumansupport.org

/https://www.caritas.at/…/fluechtlingshilfe-griechenland/

Hilfspakete der Diakonie:https://diakonie.at/fluechtlingshilfe-griechenland?utm_term=fl%C3%BCchtlinge%20griechenland&utm_campaign=katastrophenhilfe&utm_source=adwords&utm_medium=ppc&hsa_acc=1818001532&hsa_cam=9557778401&hsa_grp=101080723431&hsa_ad=424756281538&hsa_src=g&hsa_tgt=kwd-302818121731&hsa_kw=fl%C3%BCchtlinge%20griechenland&hsa_mt=b&hsa_net=adwords&hsa_ver=3&gclid=CjwKCAiA8ov_BRAoEiwAOZogwc-9oS4efnC8PZWT67cbcAzpbN_xs4tvypvVrGF_cTXWjwryNf04tBoCLcMQAvD_BwE

#evacuatemorianow DEMO – So sind wir nicht!

Das Elend in Moria/Kara Tepe ist katastrophal.
Tausende Menschen hausen oftmals seit Jahren unter unzumutbaren, menschenrechtswidrigen Bedingungen. Ein Drittel davon sind Kinder. Wir können diese Missstände keine Sekunde länger akzeptieren und fordern daher von Bundeskanzler Sebastian Kurz die Aufnahme von Flüchtlingsfamilien aus den griechischen Lagern in Österreich. The time to act is NOW!

Hier gehts zur Facebook Veranstaltung https://www.facebook.com/events/854036668720637

#evacuatemorianow – Offener Brief an die Bundesregierung

Die Situation von Geflüchteten in den Flüchtlingslagern Europas spitzt sich immer weiter zu. Undichte Zelte, eisige Temperaturen, verschimmeltes Essen und Rattenbisse an Kindern als der häufigste Grund für die Notwendigkeit medizinischer Versorgung. Was kann Mensch tun, um zu helfen? Wir werden über die kommenden Feiertage Aktionen posten, Demos teilen und Informationen über die Situation vor Ort verbreiten. Ein erster Schritt ist die Unterzeichnung dieses offenen Briefes, in dem verlangt wird, endlich Menschen aus diesen schrecklichen Lagern zu retten. (Den Link gibt es hier oder in unserer Bio) https://mein.aufstehn.at/…/offener-brief-zur-aufnahme…

DEMOAUFRUF gegen die UG NOVELLE

Ihr habt es bestimmt schon mitbekommen, das Universitätsgesetz wird reformiert. Die neue UG Novelle bringt eine Vielzahl an Veränderungen mit sich.

Hier findest du die aktuellsten Infos rund um die Novelle: https://www.ots.at/suche?query=UG+Novelle&from=01.12.2020&to=08.12.2020&filter=&searchchannel=politik

Hier die Eckpunkte der geplanten Veränderungen: https://www.bmbwf.gv.at/Ministerium/Presse/20201201.html

Eine Zusammenfassung der problematischen Auswirkungen einiger dieser Veränderungen: https://bildung-brennt.at/ueber-die-ug-novelle/

Die Novelle beinhaltet unter anderem Einschneidungen in die Eigenständigkeit der Universitäten, eine Machtverschiebung in das Ministerium und eine Kompetenzverschiebung des Senates. Für Studierende gibt es eine Mindeststudienleistung, mit der ein erhöhter Leistungsdruck und eine damit einhergehende Verschiebung des Bildungsverständnisses in Richtung einer neoliberalen Verwertbarkeitslogik einhergeht.

Daher wollen wir aufrufen zur Demonstatrion, organisiert von der ÖH Uni Wien, am Samstag, den 12.12.2020 um 15 Uhr. Wir wollen uns gerne um 14:30 gemeinsam am Institut für Bildungswissenschft treffen und dann von dort aus gemeinsam zur Demo spazieren. Natürlich mit Abstand und Masken. Wer das Haus nicht verlassen kann oder möchte, kann auch an einer online Aktion teilnehmen. Alle Infos zur Demo und zur online Aktion findest du hier

Wir wollen euch auch bitten, diese Petition zu unterschreiben: https://mein.aufstehn.at/petitions/bildung-brennt-neues-universitatsgesetz-stoppen

Weitere Ausführungen zur Novelle von der IG BiWi findest du hier

Wir sehen uns dort!

Deine IG

Solidarität in schweren Zeiten – Antimuslimischer Rassismus, was kannst du tun?

Der Attentat vom Montag, 02. November in der Wiener Innenstadt sitzt bei vielen von uns noch Tief. Wir wollen auf diesem Weg unsere Trauer über den Verlust unserer Mitmenschen kundtun und wollen darauf aufmerksam machen, dass niemand mit Trauer, Angst oder Wut alleine sein muss. Für all jene, die ein offenes Ohr brauchen gibt es diese Beratungsstellen:

Psychiatrische Soforthilfe für Wien – 24h Hotline: +43 1 31330
Notfallpsychologischer Dienst Österreich – 24h Hotline: +43 699 188 554 00
Corona-Sorgen-Hotline 8-20 Uhr +43 1 4000 53000

Kinder-Schüler-Eltern Beratungshotline des ÖBVP
Telefonnummer: 0512/561734
Montag – Freitag von 14 – 16 Uhr

Doch wir dürfen jetzt nicht vergessen, dass wir durch Solidarität nachhaltig Terror bekämpfen können. Bereits jetzt melden verschiedene Vereine und Beratungsstellen, wie etwa der Verein ZARA ein erhöhtes Aufkommen von antimuslimischen Rassismus. Was Terror will, ist uns auseinanderzubringen, um Chaos zu stiften und Menschen in seine Fänge zu treiben. Das dürfen wir nicht zulassen. Den Terror gewinnt dann, wenn wir aufhören uns als Gemeinschaft gegen ihn zu stellen.

Daher müssen wir uns gemeinsam gegen ihn positionieren. Das bedeutet auch, antimuslimischen Rassismus aufzuhalten, gegen seine Instrumentalisierung auszusprechen und einzustehen, wenn wir Ungerechtigkeiten beobachten. Doch wie können wir das tun? Das Zauberwort heißt „Zivilcourage“.

Der Verein ZARA zeigt im jährlichen Rassismus Report Strategien des Eingreifens, Handlungsmöglichkeiten und Wege der Nachbearbeitung, falls jemand Zeug:in eines rassistischen Übergriffes wird. Ideen, was du in solchen Situationen tun kannst, findest du zB hier: https://zara.or.at/de/wissen/publikationen/rassismusreport

Der Verein ZARA sowie die Dokumentationsstelle Islamfeindlichkeit und Antimuslimischer Rassismus bieten auch Beratung und Rechtshilfe für Menschen an, die Opfer von Rassismus geworden sind oder jene, die Rassismus beobachtet haben:

https://www.zara.or.at/de/beratung

https://dokustelle.at/ueber-dokustelle/beratung

Wir wollen euch aber nicht nur ein Einfaches „How to“ Zivilcourage da lassen. Zivilcourage ist nämlich etwas, das Mensch lernen kann. Daher wollen wir gerne für euch Workshops zum Thema „Zivilcourage“ organisieren. Wir bitten euch, euer Interesse zu bekunden. Schreibt uns eine Mail mit dem Betreff „Zivilcourage Workshop“ an ig.biwi@univie.ac.at und wir werden dann, sobald wir wissen, wie viele Interessierte es gibt, einen (oder mehrere) gratis online Workshop(s) für euch auf die Beine stellen.

Einen spannenden Artikel zur Thematik  wollen wir euch noch gern ans Herz legen: https://www.akweb.de/bewegung/terror-in-wien-rassismus-und-islamismus-muessen-zusammen-bekaempft-werden/?fbclid=IwAR0cesY33RUtYHrjJlH-cPV02Yovl7hCObpTB22qrxYb0YBeJ3eGL5CLm3k